Asbest auf vielen Dächern

Fiskus hilft bei der Dachsanierung

Tausende deutsche Dächer sind auch mehr als ein Jahrzehnt nach dem Verbot von Asbest noch mit brisanten Faserplatten verkleidet. Die Folge: Jahr für Jahr wächst durch Verwitterung der Platten die Gefahr, dass krebserregende Faserteilchen freigesetzt werden. Hausbesitzern bleibt nur die Rundumerneuerung. Bei der Sanierung hilft jetzt auch der Fiskus: Wer asbesthaltige Platten an Fassade und Dach beispielsweise durch Naturdachsteine aus Schiefer ersetzt, kann die Kosten als „aussergewöhnliche Belastung“ von der Steuer abschreiben (FG Düsseldorf, AZ 10 K 9323/96).Um die Gesundheitsgefährdung nachzuweisen wird nicht einmal ein Attest benötigt – die Richter gingen von allgemein erwiesenen Gefahren aus, weil Asbest Lungenkrebs, Asbestose (Staublunge) und Tumore im Brust- und Bauchfell auslösen kann. Dachplatten aus Asbestzement wurden bis in die 80er Jahre verlegt. Heute geht der Trend auf dem Dach wieder zum Naturprodukt. Vor allem Schiefer – ein 400 Millionen Jahre altes Gestein, das in Deutschland hauptsächlich aus den Tiefen der Eifel geholt wird – ist bei der Sanierung wie beim Neubau verstärkt gefragt. Dachschieferplatten gibt es in verschiedenen Formaten und sie eignen – sich nach Verlegungsart – für moderne Bauten ebenso wie für historische Fachwerkhäuser, die mit einer Renovierung ihren zweiten Frühling erleben. Schieferdächer wurden schon im Mittelalter verlegt – und trotzten bis zu 200 Jahren Regen und Sonne.

Informationen zum Thema Asbest gibt es im Internet u.a. bei:

www.krebsinformation.de
www.umweltlexikon-online.de
www.umweltbundesamt.de
www.baua.de

   H. Rudolph   Dacheindeckungen GmbH, 34123 Kassel,  Schwanenweg 9